Entdecke die Welt reiner Düfte
Die Aromakunde entstand vor über 6000 Jahren in den Tempeln Ägyptens. Die klassische Aromatherapie entwickelte sich in Frankreich durch den arabischen Einfluss.
Ätherische Öle sind leicht flüchtige Substanzen mit starkem Aroma. Sie sind vielseitig einsetzbar und eignen sich nicht nur für die Duftlampe sondern auch für Bäder, Massagen, Inhalationen und Kompressen. Wissenschaftler haben in ätherischen Ölen über 800 einzelne Wirkstoffe entdeckt.
Wie wirkt die Aromatherapie?
Mit der Atemluft steigen die ätherischen Öle in die Nase und werden über Nervenbahnen an das Limbische System, den Hypothalamus und Hypophyse weitergegeben. So werden unbewusste Reaktionen auf den Organismus ausgelöst und gesteuert.
Ein schöner Duft wirkt wie angenehme Musik oder wie eine liebevolle Berührung. Das Duftgedächtnis ist sehr präzise und viel besser ausgeprägt, als das Bildgedächtnis. Düfte wecken Erinnerungen und Gefühle, wirken entspannend oder auch anregend auf Körper, Geist und Seele. Über das vegetative Nervensystem nehmen sie Einfluss auf viele Körperfunktionen, auf die Hormonproduktion und das Immunsystem. Über Haut und Schleimhäute dringen die Wirkstoffe ins Gewebe und in den Blutkreislauf ein. Bei innerlicher Einnahme wird ein geringer Teil der Wirkstoffe über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Bereits kleinste Wirkstoffkonzentrationen können Abwehrkräfte fördern und Krankheiten heilen. Ätherische Öle sind hoch konzentrierte Stoffe, und nicht alle dürfen innerlich angewandt werden.
Wie erfolgt die Gewinnung der ätherischen Öle?
Die Öle werden in den Öldrüsen gebildet und im Pflanzengewebe gespeichert: in Blüten und Blättern, Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Harzen, Rinden oder im Holz. Die Gewinnung der Öle erfolgt aus verschiedenen Teilen von aromatischen Pflanzen durch Wasserdampfdestillation, Kaltpressung der Fruchtschalen oder Extraktion.
Die Parfümindustrie verwendet große Mengen künstlich erzeugter Düfte. Naturidentisch bedeutet, dass wenige im Naturduft enthaltene Substanzen synthetisch nachgebaut werden, um den Duft der Pflanze zu kopieren. Da die natürliche Zusammensetzung der Pflanzen nicht vollständig nachgebaut werden kann, aber die Wirkungsweise vom komplexen Zusammenspiel aller Wirkstoffe abhängt, sind naturidentische oder synthetische Duftstoffe abzulehnen. Duftstoffmixallergiker vertragen oft natürliche ätherische Öle in sinnvoller Dosierung gut.
Welche Qualitätsanforderungen gibt es?
Die Qualitätsanforderung verlangt eine Volldeklaration auf der Flasche: Botanischer Name, Ursprungsland der verwendeten Pflanze, verwendeter Pflanzenteil, Gewinnungsverfahren, Anbauqualität, Chargennummer, Füllmenge, Gebrauchsanweisung.
Temperatur, Sonnenlicht und Luftsauerstoff können im Öl Oxidationsprozesse auslösen, dabei entstehen hautreizende Peroxide.
Ätherische Öle wirken u.a. beruhigend, anregend, ausgleichend, krampflösend, aphrodisierend, keimtötend, schmerzlindernd, entzündungshemmend und konzentrationsfördernd.
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